Natürliche Vollkommenheit der Weisheit
Das ist die letztendliche Realität aller Phänomene. Diese Realität ist die Leerheit der Phänomene. Wir sehen die Dinge und uns selbst aber nicht so. Aus irgendeinem Grund haben wir eine völlig andere Sicht. Wir denken, dass ein Objekt, das heisst ein Phänomen, zum Beispiel ein Stuhl, als Stuhl existiert, inhärent, von seiner eigenen Wirklichkeit her, eben als Stuhl. Wenn wir uns aber fragen, was genau der Stuhl eigentlich ist, werden wir Schwierigkeiten haben ihn zu finden. Es besteht zwar eine Konvention mit einer Anzahl von Leuten, dass das worauf wir sitzen ein Stuhl ist, Wenn wir den Stuhl aber genauer analysieren werden wir herausfinden dass er nicht wirklich so existiert. Der Stuhl hat keine inhärente Existenz, da er ein zusammen gesetztes Phänomen ist, das heisst, ein Ding das aus anderen Dingen besteht, den Beinen, der Sitzfläche, der Lehne. Weiter besteht er aus Holz, aus Schrauben, aus Leim. Damit nicht genug, er besteht auch aus Ecken, Rundungen, Verzierungen, Design, aus Vorderseite und Rückseite. Das Holz aus dem der Stuhl geschreinert wurde, stand vor kurzem als stolzer Baum im Wald als Unterkunft für Vögel, Eihörnchen und Käfer. Bald wird er als Stuhl nichts mehr taugen, er wird zu Brennholz und sein gebundenes CO2 wird frei gesetzt.
Ein Blog mit Themen zum Buddhismus, im speziellen zu Themen des tibetischen Mantrayana oder Vajrayana
Dienstag, 7. Februar 2012
Sonntag, 15. Januar 2012
Erleuchtete Konzepte
Letztehin sind wir über einen seltsamen Begriff gestolpert, oder vielmehr eine Freundin von mir, eine versierte Buddhistin, hat sich an diesem Begriff gestossen. Den Begriff „erleuchtete Konzepte“ habe ich gebastelt. Ich meinte damit, das Konzept einer Meditationsgottheit, wie es ein tibetischer Meister visionär beschreibt, mit den entsprechenden Einweihungen und Sadhanas, welche der Verehrung dieser Gottheiten dienen. Im speziellen bezog ich mich auf den Meister Pawo Dorje Umapa, den Lehrer und Freund von Je Tsongkhapa. Dieser Gelehrte, der ein Verehrer des Manjushri war, schuf einen Zyklus von Einweihungen, den „Zyklus des Manjushri“. Es heisst, er erhielt diese Einweihungen von Manjushri selbst, mit dem er sich direkt unterhalten konnte. Meister Umapa beschrieb diese Gottheitverehrungen nicht in allen Einzelheiten, das taten spätere Meister, er stellte sie eigentlich nur als Konzepte vor, als „erleuchtete Konzepte“.
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